Der Weg in eine Tagesklinik

Wie bereits schon erwähnt, leide ich seit einiger Zeit unter Depressionen, Angstzuständen und gelegentlichen Panikattacken.

Ich vermute dass alles mit 3 schweren OPs in der Vergangenheit zusammen hängt, hoffe aber bald mehr über die Ursache zu erfahren. 

Nun ja, aufjedenfall habe ich mich, mit Rücksprache meines Hausarztes und meiner Familie, für einen Aufenthalt in einer Tagesklinik entschieden.

Eine ambulante Therapie schien nicht ausreichend und eine stationäre Behandlung ist laut Doc nicht nötig (davon abgesehen hätte ich wohl auch enorm Heimweh)

Also next step war die für mich geeignete Tagesklinik zu finden. Also fing die Recherche im Internet an.

Mir war wichtig, dass diese in meiner Nähe ist, da ich aktuell noch nicht so lange Strecken alleine fahren kann ohne dass ich Angst bekomme.

In die engere Auswahl kamen 2 Einrichtungen. Beide habe ich natürlich erst mal online durchleuchtet, soweit es möglich war.

Telefonisch habe ich dann Termine für ein Vorgespräch vereinbart. 

Bei der 1. Klinik habe ich bereits innerhalb einer Woche einen Termin zum Vorgespräch erhalten ...juhu.

 

Die 2. Klinik (jedoch jetzt schon mein Favorit) dauerte es 4 Wochen bis zum ersten Gespräch

 

Ok nun zur 1. Klinik

 

Ich hatte morgens um 8:30 Uhr den Termin zum Vorgespräch mit dem Oberarzt. Meine Mutter fuhr mit mir dahin.

Als wir ankamen wurde gerade mit den "Patienten" gemeinsam gefrühstückt. Mir fiel gleich der ziemlich hohe Altersdurchschnitt auf.

Wir wurden von einer Mitarbeiterin freundlich begrüßt und sie meldet mich beim Oberarzt an. Nach einer halben Stunde Wartezeit rief dieser mich in sein Zimmer, Ja was soll ich sagen, die Sympathie hielt sich auf Anhieb sehr in Grenzen aber ich war trotzdem noch guter Dinge. 

Während des Gesprächs hat er mir einige oberflächliche Fragen gestellt, (Fragenkatalog runtergerasselt) 

Da ich unter einer chronischen Niereninsuffizienz leide machte er sich gleich Sorgen welche Tabletten ich denn nehmen könnte. Im Grunde ging es in dem ganzen Gespräch nur um Medikation. Ich habe noch nie so oft das Wort Pillen gehört. Auf meine Fragen nach den allgemeinen Therapieangeboten wurde nur geantwortet es ist erstmal wichtig dass sie medikamentös erst mal eingestellt werde. (Ich habe bisher noch keine Psychopharmaka genommen und hatte es auch nicht unbedingt vor)

Das ganze Gespräch war sehr kalt und unpersönlich aber er könne mich gleich sofort aufnehmen! Das ging mir dann doch zu schnell, vorallem da ich mich wirklich nicht wohlfühlte. Also lehnte ich erstmal ab und erklärte ihm dass ich mir gerne noch die andere Klinik ansehen würde. 

 

Ich fieberte also dem Vorgespräch in der 2. Klinik hin und hoffte so sehr, dass es dort anders lief. 

 

Yeahy der Tag war gekommen, ich hatte um 9:30 Uhr den Termin und meldete mich im Sekreteriat. Dort wurden meine Daten aufgenommen und eine Mappe angelegt. Mit dieser machte ich mich dann zum Sprechzimmer des Chefarztes, 

Dieser machte mir freundlich die Tür auf und schon in den ersten Sekunden merkte ich dass die Chemie passt. 

Er führte ein wirklich freundliches, persönliches und individuelles Gespräch mit mir. Insgesamt eine halbe Stunde hörte ich sich meine Sorgen und Nöte an. 

Während des Gesprächs fiel kein einziges Mal das Wort Pillen sondern er erklärte mir die Therapieangebote erst auf Nachfrage sagte er dass eine Medikation immer freiwillig ist und auch nicht bei jedem Patienten notwendig. 

Das machte mir ein noch besseres Gefühl. Letztendlich kam er zu dem Entschluss, dass nix gegen eine Aufnahme spricht. Leider kann es aber bis zu 4 Wochen dauern. 

Nun hieß es warten...

Gestern kam dann endlich der heiß ersehnte Anruf, nächsten Donnerstag werde ich aufgenommen.

 

Dann werde ich euch wieder auf dem Laufenden halten. 

 

 

 

2.3.17 18:48

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